Ernährung Informativ

Butternut Box Alternative: welche Optionen du 2026 hast

Autorin: Helena, Veterinärmedizinerin Juli 2026

Wer eine Alternative zu Butternut Box sucht, hat meistens keinen Qualitätsgrund, sondern einen Alltagsgrund: der Gefrierschrank ist voll, das Auftauen braucht Vorlauf, der Hund wächst und die Rechnung wächst mit. Die gute Nachricht: Für jeden dieser Gründe gibt es eine passende Antwort, und sie heißt nicht automatisch „das nächste Frischfutter-Abo". Entscheidend ist nicht, was am ähnlichsten aussieht, sondern was zu deinem Hund und zu eurem Alltag passt.

Das Wichtigste zusammengefasst:

  • Der Wechselgrund ist meist praktisch: Tiefkühlplatz, Auftauzeit und Kosten, die mit dem Hundegewicht steigen, sind die häufigsten Auslöser, nicht Unzufriedenheit mit der Qualität.
  • Fünf Wege stehen offen: ein anderes Frischfutter-Abo, Trockenfutter, Nassfutter, BARF oder selbst kochen. Trockenfutter enthält laut FEDIAF höchstens 14 % Feuchtigkeit, Nassfutter mindestens 60 %.
  • Alleinfuttermittel ist die Mindestanforderung: Nach EU-Verordnung 767/2009 muss ein Alleinfuttermittel allein für eine komplette Tagesration ausreichen. Alles andere ist Ergänzung.
  • Perfekte Portionsberechnung gibt es nicht: Laut FEDIAF existiert keine Formel, die den Energiebedarf aller Hunde berechnet. Die Spanne reicht bei erwachsenen Hunden von unter 90 bis rund 200 kcal je kg metabolischem Körpergewicht.
  • Die Rasse steckt tiefer als der Fragebogen: In einer Untersuchung an 392 Hunden aus 96 Rassen und Landschlägen schwankte die Zahl der Amylase-Genkopien zwischen 1 und 22. Wie gut ein Hund Stärke verdaut, lässt sich nicht abfragen.
  • Plane 2–4 Wochen für den Wechsel: Der Sprung von gefrorener Frischnahrung auf Trocken- oder Nassfutter ist auch ein Sprung im Feuchtegehalt. Schrittweise umstellen, dann bleibt die Verdauung ruhig.

Warum suchen Hundehalter:innen eine Alternative zu Butternut Box?

Die meisten Halter:innen suchen aus praktischen Gründen eine Alternative zu Butternut Box, nicht aus Enttäuschung über die Qualität: Frisch gekochtes Futter kommt gefroren, braucht dauerhaft Platz im Tiefkühler, muss vorausschauend aufgetaut werden und kostet pro Tag umso mehr, je schwerer dein Hund ist. Das Konzept überzeugt, der Alltag hält nicht immer mit.

Der Platzbedarf ist der häufigste Auslöser. Butternut Box liefert nach Herstellerangaben (Stand: Juli 2026) schockgefrorene Portionen, die im Gefrierschrank lagern und im Kühlschrank aufgetaut werden. Für einen kleinen Hund sind das ein paar Beutel, bei einem großen Hund und einem Vorrat für zwei Wochen kann daraus schnell ein spürbarer Teil des Gefrierfachs werden. Wer in einer Stadtwohnung mit Kühl-Gefrier-Kombination lebt, merkt das ab der zweiten Lieferung.

Der zweite Auslöser ist das Timing. Gefrorene Portionen tauen im Kühlschrank auf, und das braucht Vorlauf. Wer abends spontan feststellt, dass nichts aufgetaut ist, steht vor einem leeren Napf. Für Menschen mit unregelmäßigen Arbeitszeiten oder häufigen Reisen ist das ein echter Reibungspunkt, und ein Gefrierschrank im Ferienhaus ist keine Selbstverständlichkeit.

Der dritte Auslöser ist die Rechnung, und dahinter steckt eine schlichte Rechenlogik. Frisch gekochtes Futter wird nach dem individuellen Kalorienbedarf portioniert, bei Butternut Box laut Herstellerangaben (Stand: Juli 2026) auf Basis von Alter, Gewicht, Körperzustand, Aktivitätsniveau und Snackgewohnheiten. Dieser Bedarf steigt nach den FEDIAF-Vorgaben nicht linear mit dem Gewicht, sondern mit dem sogenannten metabolischen Körpergewicht (Körpergewicht hoch 0,75). Gerechnet mit diesem Exponenten braucht ein 40-kg-Hund rund 2,8-mal so viel Energie wie ein 10-kg-Hund, und damit auch rund 2,8-mal so viel Futter. Wo pro Portion bezahlt wird, schlägt das direkt auf die Monatsrechnung durch. Wie viel dein Hund wirklich braucht, zeigt dir übrigens unser Futterrechner in zwei Minuten.

Erst testen, dann entscheiden: Mit unseren Futterproben findest du heraus, ob dein Hund mitmacht, bevor du irgendetwas umstellst.
Zu den Futterproben

Was Butternut Box gut macht

Butternut Box macht vieles richtig, und das gehört zu einer ehrlichen Einordnung dazu: Das Futter wird nach Herstellerangaben (Stand: Juli 2026) schonend bei 90 °C gegart statt im deutlich heißeren Extrusionsverfahren, es besteht aus Zutaten in Lebensmittelqualität aus der menschlichen Lebensmittelkette, wird anschließend schockgefroren und portioniert an die Haustür geliefert.

Diese Stärken sind real und sie erklären, warum das Konzept funktioniert. Wer eine Alternative sucht, sollte deshalb wissen, worauf er verzichtet. Der Verarbeitungsgrad ist niedriger als bei klassischem Trockenfutter. Die Zutatenliste ist kurz und lesbar. Und die Bequemlichkeit einer fertigen Tagesportion nimmt einem tatsächlich eine Entscheidung pro Tag ab. Was frisch gekochtes Futter grundsätzlich auszeichnet und wo seine Grenzen liegen, haben wir in unserem Ratgeber zu Frischfutter für Hunde ausführlich aufgeschrieben.

Ehrlich bleiben gehört dazu: Wenn das Konzept für euch funktioniert, gibt es keinen fachlichen Grund zu wechseln. Das Abo lässt sich nach Herstellerangaben jederzeit pausieren oder kündigen, der Druck kommt also selten vom Vertrag, sondern vom Gefrierfach. Ein Futterwechsel ist immer eine Belastung für den Verdauungstrakt und sollte einen Anlass haben. Trend ist kein Anlass. Ein voller Gefrierschrank schon.

Welche Futterarten kommen als Alternative infrage?

Als Alternative zu Butternut Box kommen fünf Futterarten infrage, die sich vor allem im Feuchtegehalt, im Aufwand und in der Lagerung unterscheiden: ein anderes Frischfutter-Abo, klassisches Trockenfutter, Nassfutter, BARF oder selbst gekochte Rationen, wobei nur die beiden mittleren Varianten ganz ohne Tiefkühler und ohne Auftauzeit auskommen. Die FEDIAF-Definitionen helfen bei der Einordnung: Trockenfutter enthält höchstens 14 % Feuchtigkeit, Nassfutter mindestens 60 %. Frisch gekochtes und rohes Futter liegen im Nassfutter-Bereich, bringen aber die Kühlkette mit.

Futterart Was dafür spricht Wo es hakt Passt, wenn …
Anderes Frischfutter-Abo Gleiches Prinzip, kein Konzeptwechsel für den Hund Dieselben Alltagsprobleme: Tiefkühlplatz, Auftauen, Kosten nach Gewicht dich nur ein Detail stört, nicht das Prinzip
Trockenfutter Höchstens 14 % Feuchte, lagert im Schrank, exakt dosierbar, günstigster kcal-Preis Höherer Verarbeitungsgrad, Qualität schwankt stark zwischen Marken Platz, Reisen oder Kosten der Auslöser waren
Nassfutter Mindestens 60 % Feuchte, hohe Akzeptanz, ungeöffnet ungekühlt lagerbar Mehr Verpackung, mehr Volumen, wird zur Haltbarmachung stark erhitzt dein Hund die weiche Konsistenz gewohnt ist
BARF Maximale Kontrolle über jede Zutat Tiefkühlung bleibt, Hygiene und Bedarfsdeckung liegen bei dir du dich wirklich einarbeiten willst
Selbst kochen Frisch, transparent, individuell anpassbar Ohne Rationsberechnung drohen Nährstofflücken, hoher Zeitaufwand du tierärztlich begleitet wirst

In der Praxis landen die meisten Wechselwilligen 2026 bei Trocken- oder Nassfutter, weil genau die Punkte wegfallen, die sie gestört haben. Wenn du die Futterarten grundsätzlich gegeneinander abwägen willst, findest du die lange Version im Vergleich BARFen vs. Trockenfutter vs. Nassfutter. Für dich heißt das: Der Wechsel von frisch gekocht auf Trockenfutter ist kein Downgrade, sondern eine andere Antwort auf dieselbe Frage. Entscheidend ist, was in der Tüte ist.

Worauf du bei einer Alternative achten solltest

Achte bei jeder Alternative auf zwei Ebenen: auf die Marke, also darauf, wer die Rezeptur formuliert und wie Rohstoffe und Endprodukt kontrolliert werden, und auf das Etikett, wo vor allem die Angabe „Alleinfuttermittel" und der Energiegehalt darüber entscheiden, ob du die Tagesration überhaupt sauber berechnen kannst. Das World Small Animal Veterinary Association (WSAVA) Global Nutrition Committee hat dafür einen Kriterienkatalog veröffentlicht, der ohne Marketingsprache auskommt und den du bei jedem Anbieter durchgehen kannst, auch bei uns.

Auf Markenebene stellt die WSAVA vier Fragen: Beschäftigt der Hersteller eine qualifizierte Ernährungswissenschaftler:in? Wer formuliert die Rezeptur? Wie sieht die Qualitätskontrolle für Rohstoffe und Endprodukt aus? Und gibt es Forschung, die in Fachzeitschriften veröffentlicht wurde? Wer diese Fragen nicht beantworten kann oder will, sollte laut WSAVA mit Vorsicht behandelt werden.

Auf Etikettenebene zählt zuerst die Angabe „Alleinfuttermittel". Nach EU-Verordnung 767/2009 bedeutet das: Dieses Futter reicht allein für eine komplette Tagesration. Steht dort „Ergänzungsfuttermittel", ist es genau das. Ebenfalls wichtig ist der Energiegehalt, denn ohne ihn kannst du die Menge nicht sauber berechnen. Unser Sensitive Trockenfutter liegt zum Beispiel bei 15,69 MJ ME pro kg, und die Fütterungsempfehlung leitet sich direkt daraus ab.

Und ein Hinweis, der Zeit spart: Begriffe wie „holistic" oder „premium" sind nicht geschützt und laut WSAVA für die Bewertung praktisch wertlos. Sie stehen auf der Packung, weil sie gut aussehen, nicht weil sie etwas garantieren. Wie wir bei HEY HOLY unsere Rezepturen entwickeln und mit wem, kannst du auf unserer Wissenschafts-Seite nachlesen.

Personalisierung: nach Fragebogen oder nach Rasse?

Personalisierung gibt es beim Hundefutter in zwei Bauarten: Der Fragebogen personalisiert die Portion, also wie viel im Napf landet, während die rassenspezifische Rezeptur den Inhalt personalisiert, also was überhaupt im Napf landet, und genau dieser Unterschied entscheidet, wie viel die Personalisierung am Ende wert ist. Beide Wege sind legitim, aber sie lösen unterschiedliche Probleme.

Der Fragebogen erfasst typischerweise Alter, Gewicht, Körperzustand, Aktivität und Besonderheiten und rechnet daraus eine Tagesration. Das ist praktisch, es nimmt Arbeit ab, und seriöse Anbieter hinterlegen dafür fachlich fundierte Fütterungsrichtlinien. Nur: Jede solche Rechnung bleibt prinzipiell eine Schätzung. Die FEDIAF-Leitlinien formulieren das erstaunlich deutlich und schreiben, dass keine einzige Formel den Energiebedarf aller Hunde berechnen kann und jede Gleichung lediglich einen theoretischen Durchschnitt für eine Gruppe vorhersagt.

Wie groß die Unschärfe ist, zeigt die Spanne: Laut FEDIAF reichen die für erwachsene Hunde empfohlenen Energiemengen von unter 90 bis rund 200 kcal je kg metabolischem Körpergewicht. Das ist mehr als der Faktor zwei, und zwar zwischen Hunden gleichen Gewichts unter gleichen Bedingungen. Alter, Rasse, Körperbau, Fellisolierung, Temperament, Gesundheitszustand und Haltung spielen alle hinein. Kein Fragebogen kann diese Streuung vollständig auflösen, egal wie sorgfältig er gemacht ist. Deshalb empfehlen Tierärzt:innen, die Menge am Body Condition Score zu justieren, also am tatsächlichen Körperzustand: Auf der validierten 9-Punkte-Skala liegt das Optimum bei 4 bis 5.

Personalisierung per Fragebogen

Passt die Menge an. Bequem und alltagstauglich, aber laut FEDIAF immer eine Schätzung, die du am Körperzustand nachjustieren musst.

Personalisierung per Rasse

Passt die Rezeptur an. Proteinquelle, Fettgehalt und Zusätze richten sich nach dokumentierten Bedürfnissen der Rassegruppe.

Der entscheidende Unterschied: Die Menge kannst du selbst korrigieren, indem du deinen Hund anschaust und die Rippen tastest. Die Rezeptur kannst du nicht korrigieren. Was drin ist, ist drin. Genau deshalb setzen wir bei der Personalisierung an der Rezeptur an und nicht am Messbecher. Mehr zum Prinzip findest du auf unserer Seite zu rassenspezifischem Hundefutter.

Warum die Rasse mehr über den Napf verrät

Die Rasse verrät mehr über den Nährstoffbedarf als jeder Fragebogen, weil sie Körperbau, Endgewicht, Stoffwechsel und typische Schwachstellen gleich mitbringt, und weil sich diese Unterschiede bis in einzelne Nährstoffempfehlungen durchziehen: Der Hund ist laut FEDIAF die Säugetierart mit der größten Größenspanne überhaupt, vom 1-kg-Chihuahua bis zum Bernhardiner mit 90 kg und mehr.

Diese Spanne hat handfeste Folgen für die Rezeptur. Ein Beispiel aus den FEDIAF-Leitlinien: Welpen großer Rassen sollen bis etwa zum sechsten Lebensmonat mindestens 1 % Calcium in der Trockenmasse bekommen, während bei kleinen und mittleren Rassen in der späten Wachstumsphase 0,8 % genügen. Für Deutsche Doggen empfiehlt FEDIAF in der späten Wachstumsphase sogar ein eigenes Calcium-Maximum von 1,6 % statt der sonst zulässigen 1,8 %, weil diese Rasse empfindlicher reagieren kann. Das ist kein Marketing, das ist eine Nährstoffempfehlung, die nach Rasse unterscheidet.

Noch aufschlussreicher ist ein Blick ins Erbgut. Eine Untersuchung von Arendt und Kolleg:innen aus dem Jahr 2016 hat bei 392 Hunden aus 96 Rassen und Landschlägen gezählt, wie viele Kopien des Gens AMY2B jeder Hund trägt. AMY2B codiert die Bauchspeicheldrüsen-Amylase, also das Enzym, das Stärke im Dünndarm aufspaltet.

1 bis 22
Kopien des Amylase-Gens AMY2B bei 392 untersuchten Hunden aus 96 Rassen und Landschlägen (Median: 10)

Die Verteilung ist dabei nicht zufällig, sondern folgt der Herkunft der Rasse. Siberian Husky und Grönlandhund kamen im Median auf nur 3 beziehungsweise 2,5 Kopien, während der Großteil der Rassen deutlich darüber lag. Zum Vergleich: Von 51 untersuchten Wölfen trugen 49 genau zwei Kopien. Wie gut ein Hund Stärke verdaut, hängt also auch mit seiner Abstammung zusammen. Kein Fragebogen der Welt fragt das ab, und kein Hund kann es dir sagen.

Genau hier setzen wir an. HEY HOLY entwickelt Rezepturen entlang von Rassegruppen statt entlang eines gedachten Durchschnittshundes. Nebenbei bemerkt: Selbst die FEDIAF-Nährstofftabellen für erwachsene Hunde rechnen mit einem schlanken 15-kg-Referenzhund. Genau dieser Durchschnitt ist das Problem. Viele rassentypische Beschwerden lassen sich über die Fütterung beeinflussen, auch wenn sich das nicht in eine einzige Prozentzahl pressen lässt. Einheitsbrei kommt uns nicht in den Napf.

Für Hunde, die auf gängige Proteinquellen empfindlich reagieren, gibt es zusätzlich Sensitive, unser rassenübergreifendes Spezialfutter mit Pferd als einziger tierischer Proteinquelle. Wenn du zu Frischfutter gewechselt bist, weil dein Hund vorher schlecht vertragen hat, ist das der naheliegendste Einstieg.

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  • 40 % frisches Pferd als einzige tierische Proteinquelle, hochverträglich für Hunde, die auf gängige Proteine empfindlich reagieren
  • Flohsamenschalen und präbiotische Ballaststoffe unterstützen die Verdauung, Lachsöl, Leinsamen und Zink unterstützen Haut und Fell
  • 100 % getreidefrei, mit Tierärzt:innen entwickelt und mit 30 Tage Geld-zurück-Garantie, falls dein Hund nicht mitmacht
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So wechselst du, ohne den Magen zu überfordern

Stelle über 2–4 Wochen schrittweise um und erhöhe den Anteil des neuen Futters alle paar Tage, denn der Wechsel von gefrorener Frischnahrung auf Trockenfutter ist ein größerer Sprung als ein bloßer Markenwechsel: Auch der Feuchtegehalt ändert sich drastisch, von deutlich über 60 % auf höchstens 14 %.

Ein bewährter Plan sieht so aus: In den ersten drei Tagen mischst du rund 25 % neues Futter unter die gewohnte Ration. Bis zum siebten Tag gehst du auf etwa 50 %, in der zweiten Woche auf rund 75 %, in der dritten Woche auf 100 %. Für sehr empfindliche Hunde darf es ruhig eine Woche länger dauern. Geduld zahlt sich aus. Die ausführliche Version mit allen Stolpersteinen steht in unserem Guide zur Futterumstellung beim Hund.

Zwei Dinge werden dabei oft übersehen. Erstens: Wenn dein Hund vorher praktisch sein gesamtes Wasser über das Futter aufgenommen hat, muss er es jetzt trinken. Stelle frisches Wasser bereit und beobachte in den ersten Tagen, ob er es annimmt. Zweitens: Halte während der Umstellung alles andere konstant. Keine neuen Leckerlis, keine Kauartikel mit anderen Proteinquellen. Sonst weißt du am Ende nicht, worauf dein Hund reagiert hat. Wenn die Verdauung generell empfindlich ist, kann eine Magen-Darm-Kur wie Digestive Delight die Umstellung begleiten. Sie ist eine Ergänzung, kein Ersatz für ein passendes Futter.

Wichtig zu wissen: Wenn dein Hund während oder nach der Umstellung anhaltenden Durchfall, wiederholtes Erbrechen oder deutlichen Appetitverlust zeigt, gehört das in die Tierarztpraxis abgeklärt und nicht ausgesessen. Im Zweifelsfall ist der Gang zum Tierarzt immer die bessere Wahl.

FAQ

Gibt es eine günstigere Alternative zu Butternut Box?

Ja. Trockenfutter hat den niedrigsten Preis pro Kilokalorie, weil kaum Wasser transportiert und keine Kühlkette bezahlt wird. Der Unterschied wächst mit dem Hundegewicht: Gerechnet mit dem metabolischen Körpergewicht (Körpergewicht hoch 0,75) braucht ein 40-kg-Hund rund 2,8-mal so viel Energie wie ein 10-kg-Hund. Entscheidend bleibt die Qualität, nicht die Futterart.

Was ist ähnlich wie Butternut Box in Deutschland?

Mehrere Anbieter arbeiten mit einem vergleichbaren Abo-Prinzip aus Fragebogen, Portionierung und Lieferung. Wir nennen hier bewusst keine Wettbewerber, sondern die Kriterien: Achte auf die Angabe „Alleinfuttermittel", den Energiegehalt, eine offene Zutatenliste und darauf, ob der Hersteller die WSAVA-Fragen zu Qualifikation und Qualitätskontrolle beantworten kann.

Welches Futter passt, wenn ich keinen Platz im Gefrierschrank habe?

Trockenfutter und Nassfutter. Beide lagern ungeöffnet bei Raumtemperatur, brauchen keine Kühlkette und kein Auftauen. Trockenfutter enthält laut FEDIAF höchstens 14 % Feuchtigkeit und ist damit die platzsparendste Variante. Nassfutter liegt bei mindestens 60 % Feuchte und braucht deutlich mehr Volumen für dieselbe Energiemenge.

Ist frisch gekochtes Hundefutter besser als Trockenfutter?

Nicht pauschal. Frisch gekochtes Futter ist weniger stark verarbeitet, Trockenfutter ist praktischer, günstiger und exakter dosierbar. Beide können ein vollwertiges Alleinfuttermittel sein, das nach EU-Verordnung 767/2009 allein für eine Tagesration reicht. Entscheidend ist am Ende nicht die Kategorie, sondern die Rezeptur und die Passung zum Hund.

Wie wechsle ich vom Frischfutter-Abo auf Trockenfutter?

Schrittweise über 2–4 Wochen: erst rund 25 % neues Futter, dann 50 %, 75 % und schließlich 100 %. Achte besonders auf die Wasseraufnahme, weil dein Hund die Feuchtigkeit vorher über das Futter bekommen hat. Halte Leckerlis und Kauartikel während der Umstellung konstant, sonst lässt sich die Reaktion nicht zuordnen.

Lohnt sich frisch gekochtes Futter bei großen Hunden?

Der Energiebedarf steigt nach den FEDIAF-Vorgaben mit dem metabolischen Körpergewicht, also mit Körpergewicht hoch 0,75. Ein 40-kg-Hund braucht dadurch rund 2,8-mal so viel wie ein 10-kg-Hund. Bei Frischfutter schlägt das direkt auf Kosten, Liefermenge und Tiefkühlplatz durch. Genau deshalb wechseln viele Halter:innen großer Rassen zuerst.

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Welches Futter passt zu deinem Hund?

Wenn das Frischfutter-Abo nicht mehr in euren Alltag passt, ist die nächste Frage: Was dann? Rasse, Alter und Verdauung entscheiden mit. Finde in 2 Minuten heraus, welche Rezeptur zu deinem Hund gehört.

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Unser Fazit

  1. Wer eine Alternative zu Butternut Box sucht, hat meistens ein Alltagsproblem: Tiefkühlplatz, Auftauzeit oder eine Rechnung, die mit dem Hundegewicht wächst.
  2. Butternut Box macht vieles richtig. Wenn das Konzept für euch funktioniert, ist ein Wechsel ohne Anlass unnötiger Stress für den Verdauungstrakt.
  3. Fünf Wege stehen offen: ein anderes Frischfutter-Abo, Trockenfutter, Nassfutter, BARF oder selbst kochen. Trockenfutter löst genau die Punkte, die die meisten stören.
  4. Die Mindestanforderung heißt Alleinfuttermittel: Nach EU-Verordnung 767/2009 muss es allein für eine Tagesration reichen. „Premium" und „holistic" sagen laut WSAVA nichts aus.
  5. Ein Fragebogen personalisiert die Menge, nicht die Rezeptur. Und laut FEDIAF kann keine Formel den Energiebedarf aller Hunde berechnen: Die Spanne reicht von unter 90 bis rund 200 kcal je kg metabolischem Körpergewicht.
  6. Die Rasse steckt tiefer. Bei 392 untersuchten Hunden aus 96 Rassen und Landschlägen schwankte die Zahl der Amylase-Genkopien zwischen 1 und 22, beim Husky lag der Median bei 3.
  7. Plane für den Wechsel 2–4 Wochen ein, erhöhe schrittweise auf 25, 50, 75 und 100 % und achte auf die Wasseraufnahme. Bei anhaltenden Beschwerden gehört dein Hund in die Tierarztpraxis.
  8. Statt das ähnlichste Futter zu suchen, such das passende: rassenspezifisch, getreidefrei, mit einer Proteinquelle. Deine Hunderasse. Dein Futter. 🐾

Über die Autorin

Helena Bröring-Veith - Med. Vet. ist Tierärztin im HEY HOLY Team. Sie hat an der Tierärztlichen Hochschule Hannover studiert und mehrere Jahre in einer AniCura-Klinik praktiziert. Bei HEY HOLY begleitet sie als fachliche Reviewerin alle Inhalte rund um Tiergesundheit und Ernährung. Wissenschaftlich beraten wird HEY HOLY zusätzlich von Prof. Dr. Zentek (Lehrstuhl Tierernährung, FU Berlin).

Quellen

  • FEDIAF (2025): Nutritional Guidelines for Complete and Complementary Pet Food for Cats and Dogs. europeanpetfood.org
  • WSAVA Global Nutrition Committee (2021): Guidelines on Selecting Pet Foods. wsava.org
  • Arendt M, Cairns KM, Ballard JWO, Savolainen P, Axelsson E (2016): Diet adaptation in dog reflects spread of prehistoric agriculture. Heredity 117, 301–306. nature.com