Was steckt wirklich im Napf? Der Umwelt-Fußabdruck unserer Beautiful Bulldogs Rezeptur
Nachhaltigkeit lässt sich behaupten oder messen. Wir haben uns fürs Messen entschieden. Gemeinsam mit Eaternity, einem unabhängigen Anbieter für Product-Carbon-Footprint-Analysen, haben wir den Umwelt-Fußabdruck unserer Beautiful-Bulldogs-Rezeptur untersuchen lassen, nach den Normen ISO 14040/14044 und über den gesamten Lebensweg (cradle-to-grave). Das Ergebnis: 3 von 3 Sternen in Klima, Wasserverbrauch und Regenwald. Dazu eine Erkenntnis, die uns selbst überrascht hat: Der größte Hebel für den Fußabdruck liegt nicht bei der Verpackung, sondern bei den Zutaten. Diesen Bericht teilen wir offen, samt der Stellen, an denen wir aktuell noch schätzen statt messen.
Das Wichtigste zusammengefasst:
- Ergebnis: Die Beautiful-Bulldogs-Rezeptur erreicht 3 von 3 Sternen in den Kategorien Klima, Wasserverbrauch und Regenwald.
- Zutaten sind der Hebel: 63 Prozent der CO2-Emissionen stammen aus den Zutaten selbst, nicht aus Verpackung oder Transport.
- Lachs dominiert den Wasser-Fußabdruck: 56 Prozent des Gesamtwerts entfallen auf den Lachs, vor allem über die Futtermittelproduktion.
- Herkunft zählt: Norwegischer Lachs schneidet beim Verbrauch an knappem Wasser deutlich besser ab als andere Herkünfte.
- Ehrliche Grenzen: Einige Werte beruhen noch auf dokumentierten, konservativen Annahmen statt auf final bestätigten Herstellerdaten.
- Für die Branche: Der größte Reduktionshebel liegt bei Zutatenwahl und Herkunft, nicht allein bei der Verpackung.
Das Ergebnis: 3 von 3 Sternen in Klima, Wasser und Regenwald
Unsere Beautiful-Bulldogs-Rezeptur erreicht in der Eaternity-Analyse die volle Punktzahl von 3 von 3 Sternen in den Kategorien Klima, Wasserverbrauch und Regenwald. Für die Kategorie Tierwohl liegt kein Rating vor, weil Fisch nach der Eaternity-Methodik von dieser Bewertung ausgeschlossen ist. Wir zeigen dir hier also das vollständige Bild, inklusive der Stelle, an der die Methodik bewusst keine Aussage trifft.
Wie wir gemessen haben, und was noch nicht final bestätigt ist
Die Analyse folgt der Eaternity-Methodik nach ISO 14040/14044 und betrachtet den gesamten Lebensweg der Rezeptur von der Rohstoffgewinnung bis zur Entsorgung. An einigen Stellen arbeiten wir mit dokumentierten, konservativen Annahmen statt mit final bestätigten Herstellerdaten, weil zum Zeitpunkt der Analyse noch keine vollständige Produktionsdatenbestätigung von unserem Hersteller vorlag. Konkret betrifft das drei Punkte:
- Der Wasserverbrauch pro kg Produkt wurde mit einem Standardwert angesetzt, nicht mit gemessenen Werksdaten.
- Für die Verteilung zwischen frischem und gefrorenem Lachs haben wir eine 50/50-Annahme getroffen.
- Für die Verpackungsentsorgung haben wir konservativ eine Recyclingrate von 0 Prozent angenommen, obwohl die Verpackung selbst bis zu 90 Prozent recycelbares Material enthält.
Diese Annahmen rechnen tendenziell zu unseren Ungunsten, das Ergebnis ist also eher vorsichtig als geschönt. Sobald vollständig bestätigte Herstellerdaten vorliegen, aktualisieren wir die Analyse.
Warum 63 Prozent des Fußabdrucks aus den Zutaten stammen
63 Prozent der CO2-Emissionen unserer Rezeptur stammen aus den Zutaten selbst, nicht aus Verpackung oder Transport. Innerhalb der Zutaten verursachen Kartoffelmehl, Lachs und Proteinhydrolysat rund zwei Drittel dieser Emissionen. Das war für uns der eigentliche Augenöffner: Wo das Futter herkommt, entscheidet mehr als das, worin es verpackt ist.
Beim Wasser-Fußabdruck dominiert der Lachs mit 56 Prozent des Gesamtwerts, vor allem über die Futtermittelproduktion. Im Vergleich der betrachteten Herkunftsländer (Deutschland, Dänemark, Norwegen, Schweden) zeigt Norwegen einen deutlich geringeren Verbrauch an knappem Wasser. Genau deshalb setzen wir bei der Herkunft auf norwegischen Lachs. Diese Richtung deckt sich mit unabhängiger Forschung: Eine aktuelle Untersuchung im Journal of Cleaner Production (Harvey et al., 2026) zeigt für den Hundefutter-Markt, dass die Zutatenproduktion und die gewählte Proteinquelle die Umweltwirkung am stärksten bestimmen, mit deutlichen Unterschieden je nach Rezeptur.
Was das für die Hundefutter-Branche bedeutet
Der größte Hebel für einen kleineren Fußabdruck liegt bei den Zutaten und ihrer Herkunft, nicht in erster Linie bei der Verpackung. Ein Großteil der öffentlichen Nachhaltigkeitsdebatte in der Haustierbranche dreht sich um Verpackung, also um weniger Plastik und mehr recycelbare Materialien. Das ist wichtig, aber unsere Analyse und die unabhängige Forschung dazu zeigen: Wer den Fußabdruck von Hundefutter spürbar senken will, setzt bei Zutatenauswahl und Herkunft an. Wir teilen diese Daten offen, weil mehr produktspezifische Transparenz, über einzelne Unternehmen hinweg, der ganzen Branche hilft, an der richtigen Stelle anzusetzen. Wie wir Rezepturen grundsätzlich entwickeln, kannst du auf unserer Seite zur Wissenschaft hinter HEY HOLY nachlesen.
Warum wir auch die offenen Fragen zeigen
Echte Transparenz heißt für uns, auch das zu zeigen, was noch nicht final gemessen ist, statt nur die guten Zahlen zu präsentieren. Deshalb veröffentlichen wir diese Analyse mitsamt ihrer Methodik und ihren aktuellen Grenzen. Wenn du tiefer einsteigen willst, findest du mehr über unseren Weg auf der Nachhaltigkeitsseite und zu unserer B-Corp-Zertifizierung.
Häufige Fragen zum Umwelt-Fußabdruck
Was ist ein Product Carbon Footprint (PCF)?
Ein Product Carbon Footprint misst die Umweltwirkung eines konkreten Produkts über seinen gesamten Lebensweg, von der Rohstoffgewinnung bis zur Entsorgung (cradle-to-grave). Grundlage sind die international anerkannten Normen ISO 14040 und ISO 14044, die festlegen, wie eine solche Ökobilanz nachvollziehbar erstellt wird.
Was bedeuten die 3 von 3 Sterne?
Drei von drei Sternen sind die jeweils höchste Bewertungsstufe, die Eaternity in einer Kategorie vergibt. Unsere Beautiful-Bulldogs-Rezeptur erreicht sie in den Kategorien Klima, Wasserverbrauch und Regenwald.
Warum setzt ihr auf norwegischen Lachs?
Weil der Lachs den Wasser-Fußabdruck der Rezeptur dominiert, macht seine Herkunft den größten Unterschied. Im Vergleich der betrachteten Herkunftsländer (Deutschland, Dänemark, Norwegen, Schweden) zeigt Norwegen den deutlich geringeren Verbrauch an knappem Wasser.
Warum fehlt ein Tierwohl-Rating?
Fisch ist nach der Eaternity-Methodik von der Tierwohl-Bewertung ausgeschlossen. Für diese Kategorie liegt bei unserer Rezeptur deshalb kein Rating vor. Wir weisen das offen aus, statt die Lücke zu kaschieren.
Was an der Analyse ist noch nicht final?
Einige Werte beruhen auf dokumentierten, konservativen Annahmen statt auf final bestätigten Herstellerdaten: der Wasserverbrauch pro kg, die Verteilung zwischen frischem und gefrorenem Lachs (50/50) und die Recyclingrate der Verpackung (konservativ mit 0 Prozent angesetzt). Sobald vollständige Herstellerdaten vorliegen, aktualisieren wir die Analyse.
Das ist die Rezeptur aus dieser Analyse
Beautiful Bulldogs ansehen
Unser Fazit
- Gemessen statt behauptet: Die Beautiful-Bulldogs-Rezeptur erreicht 3 von 3 Sternen in Klima, Wasser und Regenwald.
- Zutaten sind der Hebel: 63 Prozent des CO2-Fußabdrucks stammen aus den Zutaten, nicht aus Verpackung oder Transport.
- Herkunft zählt: Weil der Lachs den Wasser-Fußabdruck dominiert (56 Prozent), setzen wir auf norwegischen Lachs mit geringerem Verbrauch an knappem Wasser.
- Ehrlich mit Grenzen: Wo Werte noch auf konservativen Annahmen beruhen, sagen wir es und aktualisieren, sobald bestätigte Daten vorliegen.
- Gut für die Branche: Mehr produktspezifische Transparenz hilft, an der richtigen Stelle anzusetzen, bei Zutaten und Herkunft statt allein bei der Verpackung. 🐾
Über die Autorin
Helena Bröring-Veith - Med. Vet. ist Veterinärmedizinerin im HEY HOLY Team und begleitet die fachliche Einordnung unserer Rezepturen und Inhalte rund um Ernährung. Ihr Anspruch: Aussagen zu Ernährung und Nachhaltigkeit gehören belegt, nicht behauptet.
