Hütehunde: alle Rassen im Überblick, von groß bis klein
Hütehunde sind Hunderassen, die ursprünglich dafür gezüchtet wurden, Nutztierherden zusammenzuhalten und zu treiben. Die FCI fasst über 40 dieser Rassen in ihrer Gruppe 1 zusammen, von großen Klassikern wie dem Deutschen Schäferhund bis zu kleinen Spezialisten wie dem Sheltie. In diesem Überblick findest du die bekannten und die seltenen Hütehundrassen, sortiert nach Größe, dazu 10 weniger bekannte Rassen ausführlich im Porträt.
Das Wichtigste zusammengefasst:
- Definition: Hütehunde treiben und halten Vieh zusammen. Die FCI führt über 40 dieser Rassen in Gruppe 1 (Hüte- und Treibhunde).
- Hütehund ist nicht Herdenschutzhund: Hütehunde treiben auf Signal, Herdenschutzhunde wie der Komondor bewachen die Herde weitgehend eigenständig.
- Nach Größe: von großen Rassen (Deutscher Schäferhund, Briard) über mittelgroße (Border Collie, Australian Shepherd) bis zu kleinen (Sheltie, Welsh Corgi).
- Gemeinsamer Nenner: hohe Intelligenz, starker Arbeitswille und ein großer Bedarf an Bewegung und Kopfarbeit.
- Seltene Vertreter: Pumi, Lancashire Heeler oder Berger des Pyrénées zeigen, wie vielfältig die Hütehundfamilie ist.
- Passendes Futter: aktive Hütehunde profitieren von rassegerechter Ernährung, die zu ihrem Energiebedarf und ihren Gelenken passt.
Was sind Hütehunde?
Hütehunde sind Arbeitshunde, die Hirten und Schäfer über Jahrhunderte dabei unterstützt haben, Schafe, Rinder oder andere Nutztiere zusammenzuhalten und von Weide zu Weide zu treiben. Sie zeichnen sich durch ausgeprägten Arbeitswillen, Selbstständigkeit und hohe Intelligenz aus und haben durch die enge Zusammenarbeit mit dem Menschen einen besonders starken Bezug zu ihrer Bezugsperson entwickelt.
Die Fédération Cynologique Internationale (FCI) bündelt diese Rassen in ihrer Gruppe 1, den Hüte- und Treibhunden (ausgenommen die Schweizer Sennenhunde). Diese Gruppe ist noch einmal in zwei Sektionen unterteilt: Sektion 1 umfasst die Schäferhunde, Sektion 2 die Treibhunde wie den Australian Cattle Dog.
Am bekanntesten sind sicher der Australian Shepherd und der Border Collie. Doch die Familie der Hütehundrassen ist damit längst nicht abgedeckt: Sie reicht von zotteligen Riesen bis zu kurzbeinigen Treibern und umfasst zahlreiche Arten, die im Alltag nur selten zu sehen sind.
Hütehund oder Herdenschutzhund?
Der wichtigste Unterschied ist die Aufgabe: Ein Hütehund treibt und sammelt die Herde und arbeitet dabei eng und auf Signal mit dem Menschen zusammen, während ein Herdenschutzhund die Herde weitgehend eigenständig bewacht und gegen Raubtiere verteidigt. Beide Typen finden sich in der FCI-Gruppe 1, verhalten sich im Alltag aber sehr unterschiedlich.
Treibt und sammelt die Herde, arbeitet eng auf Signal mit dem Menschen. Beispiele: Border Collie, Australian Shepherd, Welsh Corgi.
Bewacht und verteidigt die Herde weitgehend eigenständig, oft ohne direktes Kommando. Beispiele: Komondor, Kuvasz.
Der Komondor ist ein gutes Beispiel für diese Grauzone: Er läuft in der FCI unter Gruppe 1, ist funktional aber ein klassischer Herdenschutzhund und kein treibender Hütehund. Genau darum taucht er in unserer Detailliste weiter unten trotzdem auf, denn viele Menschen suchen ihn bei den Hütehunden.
Charakter, Wesen und Haltung
Hütehunde sind intelligent, lernfreudig und arbeiten am liebsten im Team mit ihrem Menschen, brauchen dafür aber täglich echte körperliche und geistige Auslastung. Wer ihnen keine Aufgabe gibt, erlebt schnell, dass sie sich selbst eine suchen, zum Beispiel indem sie Kinder, Jogger oder Autos hüten wollen.
Für Familien sind viele Hütehunde durchaus geeignet, sofern genug Zeit für Bewegung, Training und Beschäftigung da ist. Für Ersthundehalter mit wenig Zeit oder für die reine Wohnungshaltung ohne Ausgleich sind sie dagegen meist die falsche Wahl. Ihr Bewegungsdrang und ihr Hütetrieb lassen sich nicht wegkuscheln, sondern nur sinnvoll kanalisieren, etwa über Hundesport, Nasenarbeit oder Tricktraining. Ein Hütehund, der körperlich und im Kopf gefordert ist, ist ein ausgeglichener und treuer Begleiter.
Weil viele Hütehunde zeitlebens sehr aktiv sind, spielt auch die Ernährung eine Rolle: Sie sollte zum Energiebedarf passen und die Gelenke unterstützen, die bei ausdauernder Bewegung stark beansprucht werden. Wie viel dein Hund tatsächlich braucht, hängt von Rasse, Alter, Gewicht und Aktivität ab.
Hütehundrassen nach Größe: groß, mittelgroß und klein
Hütehundrassen gibt es in jeder Größe, vom knapp 6 kg leichten Lancashire Heeler bis zum über 50 kg schweren Komondor. Die folgende Übersicht ordnet bekannte und seltene Rassen nach Größe, Herkunft und ursprünglicher Aufgabe. Ausführliche Porträts zu vielen dieser Rassen findest du in unserem Rassenverzeichnis.
| Rasse | Größe | Herkunft | Ursprüngliche Aufgabe |
|---|---|---|---|
| Deutscher Schäferhund | Groß | Deutschland | Hüten, Schutz |
| Bobtail (Old English Sheepdog) | Groß | Großbritannien | Treiben |
| Briard | Groß | Frankreich | Hüten, Schutz |
| Bergamasker | Groß | Italien | Hüten, Schutz |
| Komondor | Groß | Ungarn | Herdenschutz |
| Border Collie | Mittelgroß | Großbritannien | Hüten |
| Australian Shepherd | Mittelgroß | USA | Hüten, Treiben |
| Collie | Mittelgroß | Schottland | Hüten |
| Australian Cattle Dog | Mittelgroß | Australien | Treiben |
| Puli | Mittelgroß | Ungarn | Hüten |
| Pumi | Mittelgroß | Ungarn | Hüten, Treiben |
| Berger des Pyrénées | Mittelgroß | Frankreich | Hüten |
| Shetland Sheepdog (Sheltie) | Klein | Schottland | Hüten |
| Welsh Corgi | Klein | Wales | Treiben |
| Schipperke | Klein | Belgien | Wachen, Begleiten |
| Lancashire Heeler | Klein | England | Treiben |
Große Hütehunde
Zu den großen Hütehunden zählen kräftige, oft schützende Rassen wie der Deutsche Schäferhund, der Briard, der Bobtail und der Bergamasker. Auch der Komondor gehört mit über 50 kg zu den großen Vertretern, ist funktional aber ein Herdenschutzhund. Große Hütehunde brauchen viel Platz, konsequente Erziehung und reichlich Auslastung.
Mittelgroße Hütehunde
Die mittelgroßen Hütehunde sind die Klassiker im Hundesport: der Border Collie, der Australian Shepherd, der Collie und der Australian Cattle Dog. Aus Ungarn kommen mit Puli und Pumi zwei weitere wendige Vertreter dieser Größenklasse.
Kleine Hütehunde
Auch klein kann hüten: Der Shetland Sheepdog, der Welsh Corgi, der Schipperke und der Lancashire Heeler beweisen, dass Größe nicht über Arbeitseifer entscheidet. Kleine Hütehunde eignen sich oft gut für aktive Familien, behalten ihren Bewegungsdrang aber trotzdem und wollen ausgelastet werden.
Egal welche Größe: Ein aktiver Hütehund stellt besondere Ansprüche an sein Futter. Rassenspezifische Rezepturen setzen genau hier an.
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10 seltene Hütehundrassen im Detail
Neben den bekannten Rassen lohnt sich der Blick auf die weniger bekannten Hütehund Arten. Von A wie Australian Cattle bis W wie Welsh Corgi stellen wir dir hier 10 Rassen im Detail vor, die vielleicht nicht jeder kennt, mit Gewicht, Größe, Charakter und Wissenswertem.
Miniature Australian Shepherd
Größenklasse: klein bis mittelgroß
Gewicht: Rüde 9–15 kg, Hündin 8–13 kg
Größe: Rüde 35–46 cm, Hündin 33–45 cm
Ein vielseitig einsetzbarer Hund mit einem aufmerksamen und wachsamen Charakter. Seine Größe macht ihn zu einem exzellenten Reisebegleiter. Der Miniature Australian Shepherd entwickelte sich entgegen seines Namens in den späten 1960er Jahren in Kalifornien, USA. Neben Herkunft und Größe unterscheidet er sich kaum vom Australian Shepherd, von dem er abstammt. Das bedeutet auch: Der Mini Aussie ist trotz seiner Größe kein Schoßhund. Sein Bewegungsdrang, sein Temperament und seine Arbeitsbereitschaft sollten nicht unterschätzt werden und ähneln sehr denen seines großen Vorfahren.
Kurzhaarcollie
Größenklasse: mittelgroß
Gewicht: Rüde 21–30 kg, Hündin 18–25 kg
Größe: Rüde 56–61 cm, Hündin 51–56 cm
Sein stressresistentes, fröhliches und verschmustes Wesen macht ihn zu einem hervorragenden Familienhund. Der Kurzhaarcollie ist ein mittelgroßer Hütehund und stammt aus Schottland. Seit fast 200 Jahren wird über die genauen Ursprünge der Collie Familie spekuliert. Man geht derzeit davon aus, dass Kurzhaar- und Langhaarvarianten gleichzeitig bestanden und immer wieder untereinander verpaart wurden. Im Gegensatz zum filigranen Langhaarcollie ist der Kurzhaarcollie deutlich breiter und athletischer gebaut. Damit sind Kurzhaarcollies durchschnittlich fast 8 Kilo schwerer als ihre langhaarigen Artgenossen.
Pumi
Größenklasse: mittelgroß
Gewicht: Rüde 10–15 kg, Hündin 8–13 kg
Größe: Rüde 41–47 cm, Hündin 38–44 cm
Pumis sind äußerst clever und gelehrig. Sie verfügen über ein rastloses Temperament, das sich gelegentlich im Beschützerinstinkt gegenüber ihrer Familie zeigt. Der Pumi sieht aufgrund seines lockigen, wuscheligen Fells dem Pudel zum Verwechseln ähnlich. Tatsächlich ist er aber ein waschechter Hütehund mit großem Beschützerinstinkt. Entstanden ist die Rasse in Ungarn durch eine Kreuzung zwischen dem lokalen Puli und deutschen, briardähnlichen Terriern.
Welsh Corgi Pembroke
Größenklasse: klein
Gewicht: Rüde 10–14 kg, Hündin 9–13 kg
Größe: Rüde 25–30 cm, Hündin 23–28 cm
Corgis gelten als außerordentlich fröhliche, aktive und freundliche Familienhunde. Sie sind keine unterwürfigen Hunde und haben ihren eigenen Kopf, den sie gerne mal durchsetzen. Da der Corgi einen ähnlichen Körperbau hat wie der Dackel, vermuten viele, dass auch Corgis für die Jagd gezüchtet wurden. Tatsächlich ist der Welsh Corgi aber ein reiner Hütehund. Gerade durch seine geringe Größe konnte er zum Treiben von Rindern eingesetzt werden: Sie erlaubte ihm, die Knöchel der Rinder gut zu erreichen und sie in die richtige Richtung zu leiten, ohne dabei getreten zu werden. Diese Leidenschaft steckt schon im walisischen Namen: "cor" bedeutet so viel wie "hüten", "gi" ist das walisische Wort für Hund.
Komondor
Größenklasse: groß
Gewicht: Rüde 50–60 kg, Hündin 40–50 kg
Größe: Rüde ab 70 cm, Hündin ab 65 cm
Der Komondor ist ein genügsamer, selbstbewusster und bewegungsfreudiger Hund, der sich meist anstandslos in seine Familie einordnet. Trotz seines eindrucksvollen Erscheinungsbildes ist er ein echter Herdenschutzhund und gehört entsprechend in erfahrene Hände. Der Komondor zählt zu den ungarischen Hirtenhunden und unterscheidet sich durch sein Äußeres deutlich von den übrigen Rassen: Sein Markenzeichen ist das zottelige, lange Schnürenfell, das ihm in langen Strähnen am Körper und Gesicht herunterhängt. Anders als früher oft behauptet, ist dieses Fell kein Gendefekt, sondern ein gezielt gezüchtetes Rassemerkmal. Die charakteristischen Schnüre bilden sich über mehrere Jahre durch das Verfilzen von Deck- und Unterhaar und schützten den Hund bei der Herdenarbeit vor Kälte und Angriffen.
Schipperke
Größenklasse: klein
Gewicht: Rüde 4–9 kg, Hündin 3–8 kg
Größe: Rüde 28–33 cm, Hündin 25–30 cm
Schipperkes sind anhängliche und geduldige Hunde mit einem Herz für ihre Familie und für gemeinsame Freizeitaktivitäten. Die Wurzeln des Schipperkes liegen in Belgien. "Schipperke" bedeutet auf Flämisch so viel wie "kleiner Schäferhund". Bereits im Mittelalter gehörte er durch seinen ausgeprägten Wachinstinkt zu den beliebtesten Hunden unter Handwerkern und Kaufleuten.
Australian Cattle Dog
Größenklasse: mittelgroß
Gewicht: 16–25 kg, Hündinnen meist etwas leichter
Größe: Rüde 46–51 cm, Hündin 43–48 cm
Der Australian Cattle Dog ist ein gehorsamer, loyaler und energiegeladener Hund. Er ist ein unermüdlicher Begleiter und äußerst vielseitig einsetzbar. Die FCI führt ihn als Treibhund (Sektion 2). Sein Ursprung geht auf die 1830er Jahre zurück: Nachdem die ursprünglichen, an der australischen Ostküste gehaltenen Hütehunde an ihre Leistungsgrenzen kamen, suchte man nach einem robusteren Treibhund. Thomas Hall begann daraufhin mit der Zucht: Er importierte Collies und kreuzte sie mit den Wildhunden Australiens, den Dingos. Später kamen Kreuzungen mit Dalmatinern und Kelpies hinzu, um Merkmale wie Fellfarbe, Pferdefreundlichkeit oder Treibfähigkeit zu verbessern. Das Ergebnis ist der heute bekannte Australian Cattle Dog.
Lancashire Heeler
Größenklasse: klein
Gewicht: Rüde 6–8 kg, Hündin 5–8 kg
Größe: Rüde 25–31 cm, Hündin 22–25 cm
Lancashire Heeler sind freundliche, lebhafte und intelligente Wegbegleiter mit selbstbewusstem Auftreten. Sie sind sehr gut in Mini-Agility und brauchen eine konsequente Erziehung. Bekannt ist, dass die Rasse seit dem 17. Jahrhundert existiert und vermehrt als Hofhunde und Viehtreiber eingesetzt wurde. Außerdem nutzten sie ihren Jagdtrieb, um Kaninchen und Ratten zu fangen. Vermutlich sind sie aus Kreuzungen von Welsh Corgi und Manchester Terrier hervorgegangen.
Shetland Sheepdog (Sheltie)
Größenklasse: klein
Gewicht: Rüde 6–12 kg, Hündin 6–9 kg
Größe: Rüde 35–46 cm, Hündin 33–41 cm
Shelties sprudeln nur so vor Energie und haben ein stark ausgeprägtes Temperament. Sie sind robuste Hunde, die auch bei Wind und Regen ihrem Bewegungsdrang nachgehen möchten. Der Shetland Sheepdog, kurz Sheltie, stammt von den Shetlandinseln. Vermutlich ist er eine Mischung aus einem kleinen Inselhund, Zwergspaniel, Papillon und Zwergspitz. Diese Kreuzungen sollten die Hüteeigenschaften verbessern und einen kleinen, wendigen Hütehund schaffen, dessen Hauptaufgabe das Zusammenhalten der Schafherde war.
Berger des Pyrénées
Größenklasse: mittelgroß
Gewicht: etwa 8–15 kg
Größe: Rüde 40–50 cm, Hündin 38–48 cm
Der Berger des Pyrénées wird von Liebhabern besonders für seine Loyalität und Intelligenz geschätzt. Trotz seines Hangs zum Bellen ist die Rasse insgesamt entspannt und ausgeglichen. Der Berger des Pyrénées hat seine Wurzeln in den Pyrenäen. Das französische Wort "berger" steht sowohl für Schäfer als auch für Schäferhund. Er gilt als der älteste Schäferhund Frankreichs und wurde durch seine Lebensumgebung geprägt: Die Gebirgslandschaften der Pyrenäen machten aus ihm einen Hund mit einem hohen Maß an Intelligenz, Vorsicht, Mut und Energie.
Ähnliche Rassen: Alternativen zu Aussie und Border Collie
Wer eine Rasse ähnlich dem Australian Shepherd sucht, wird bei mehreren Hütehunden fündig: Der Miniature Australian Shepherd ist praktisch ein Aussie im kleineren Format, der Australian Cattle Dog teilt Arbeitseifer und Robustheit, und auch der Kurzhaarcollie kommt optisch und im Wesen nahe. Als Alternativen zum Border Collie bieten sich der Collie und der Sheltie an, der wie eine kleinere Ausgabe des Collies wirkt. Wer den zotteligen Look des Briard mag, findet im Bergamasker und im Pumi verwandte Typen. Wichtig bei allen: Der Arbeitswille bleibt, egal wie groß oder klein die Rasse ist.
Häufige Fragen zu Hütehunden
Welche Hütehundrassen gibt es?
Die FCI führt in ihrer Gruppe 1 über 40 Hüte- und Treibhundrassen. Dazu zählen bekannte Rassen wie Deutscher Schäferhund, Border Collie, Australian Shepherd und Collie sowie seltenere wie Pumi, Puli, Schipperke, Lancashire Heeler oder Berger des Pyrénées.
Was ist der Unterschied zwischen Hütehund und Herdenschutzhund?
Ein Hütehund treibt und sammelt die Herde und arbeitet eng auf Signal mit dem Menschen. Ein Herdenschutzhund wie der Komondor bewacht und verteidigt die Herde dagegen weitgehend eigenständig. Beide Typen zählt die FCI zur Gruppe 1, im Alltag verhalten sie sich aber sehr unterschiedlich.
Welche Hütehunde sind groß?
Zu den großen Hütehunden gehören der Deutsche Schäferhund, der Briard, der Bobtail und der Bergamasker. Auch der Komondor ist mit über 50 kg sehr groß, funktional aber ein Herdenschutzhund.
Welcher Hütehund ist klein?
Kleine Hütehunde sind zum Beispiel der Shetland Sheepdog (Sheltie), der Welsh Corgi, der Schipperke und der Lancashire Heeler. Der Lancashire Heeler wiegt oft nur 5 bis 8 kg.
Welche Rasse ähnelt dem Australian Shepherd?
Dem Australian Shepherd ähneln vor allem der Miniature Australian Shepherd als kleinere Variante, der Border Collie, der Australian Cattle Dog und der Kurzhaarcollie. Sie teilen Arbeitseifer, Intelligenz und einen hohen Bewegungsbedarf.
Sind Hütehunde als Familienhunde geeignet?
Viele Hütehunde sind gute Familienhunde, wenn genug Zeit für Bewegung, Training und Beschäftigung da ist. Für Ersthundehalter mit wenig Zeit oder reine Wohnungshaltung ohne Ausgleich sind sie meist weniger geeignet.
Wie viel Beschäftigung braucht ein Hütehund?
Hütehunde brauchen täglich sowohl körperliche als auch geistige Auslastung. Reine Spaziergänge reichen oft nicht: Hundesport, Nasenarbeit oder Tricktraining kanalisieren ihren Arbeitswillen und beugen Unterforderung vor.
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Welches Futter passt zu deinem Hütehund?
Vom kleinen Sheltie bis zum großen Berger des Pyrénées hat jede Hütehundrasse eigene Bedürfnisse. Finde in 2 Minuten heraus, welches Futter zu deinem Hütehund passt.
Jetzt Quiz startenUnser Fazit
- Hütehunde sind eine große, vielfältige Rassenfamilie: Die FCI führt über 40 Rassen in Gruppe 1.
- Hütehund und Herdenschutzhund sind nicht dasselbe: Der eine treibt, der andere bewacht eigenständig.
- Es gibt Hütehunde in jeder Größe, vom kleinen Lancashire Heeler bis zum großen Komondor.
- Bekannte Vertreter sind Border Collie und Australian Shepherd, daneben lohnt der Blick auf seltene Rassen wie Pumi oder Sheltie.
- Alle Hütehunde eint ihr Arbeitswille: Sie brauchen körperliche und geistige Auslastung, sonst suchen sie sich selbst eine Aufgabe.
- Rassegerechte Ernährung, die zu Energiebedarf und Gelenken passt, unterstützt einen aktiven Hütehund ein Leben lang 🐾
Über die Autorin
Helena Bröring-Veith - Med. Vet. ist Tierärztin und studierte an der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover. Bei HEY HOLY verantwortet sie die fachliche Qualität der Ratgeber-Inhalte. Mehr über das Team erfährst du auf unserer Über-uns-Seite und der Wissenschaftsseite für Hütehunde.
Quellen und weiterführende Informationen: Fédération Cynologique Internationale (FCI), Rassestandards Nr. 53 (Komondor), Nr. 287 (Australian Cattle Dog) und Nr. 141/138 (Berger des Pyrénées); Club für britische Hütehunde e.V. (cfbrh.de); Allgemeiner Hirten- und Hütehundclub (ahhc.at).
